Jesus ispiriert, schenkt Mut und Hoffnung – mitten in der Klimakrise

Viele Europäer*innen haben mit dem Glauben an Gott nichts zu tun und viele Christ*innen in Europa ficht die Klimakrise und die mit ihr einhergehende Ungerechtigkeit nicht groß an. Beides hat miteinander zu tun! Ein Glaube an Gott, die Liebe, kann keine großen Kreise ziehen, wenn er nicht alles daran setzt, zu verhindern, dass die, einen mit ihrem immensen Verbrauch von natürlichen Ressourcen die Heimat der anderen, die wenig verbrauchen, zerstören.

Wie kommt es zu diesem Schweigen vieler Christ*innen, zu diesem verdrucksten Weggucken oder gar zum Agieren auf der Seite derer, die den Klimaschutz torpedieren wie gerade z.B. unsere Bundesregierung und die vielen Lobbyisten, die ihr zuarbeiten?

Viele haben den Zugang zu Jesus, der sich auf die Seite der armen und ausgebeuteten Landbevölkerung Galliläers gestellt hat, verloren. Die Evangelien zeigen uns Jesus auf je verschiedene Weise – aber immer ist er ein Mensch, der sich berühren lässt von der Not der armen und durch die römische Besatzungsmacht ausgebeuteten und verachteten Menschen. In der Bergpredigt nach Matthäus ist das in jedem Vers zu spüren. „Selig sind die, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden satt werden“ (Matthäus 5,6). .Jesus gabt den Glauben an ein friedliches Miteinander und Gerechtigkeit nicht auf, im Gegenteil: inmitten der Brutalität römischer Herrschaft warb er gewaltfrei für das Reich Gottes geworben, er hat es herbeigebeten und aufgerichtet. In Gottes neuer Welt leiht oder schenkt der, der Geld hat, dem, der keines hat. Und wenn viele teilen, können alle essen und werden satt. Solidarität vermag Brücken über tiefe Gräben zu schlagen und Frieden zu stiften!

Die Botschaft vom Reich Gottes, die Jesus damals in die Welt brachte, ist eine Botschaft für uns heute. Sie bietet uns tausend und eine Idee, um dem um sich greifenden Egoismus und der Arrognz der Fossillobbyisten Einhalt zu gebieten. Irrwege wie die Behauptung der Gaslobby, mit Wasserstoff könne die Wärmewende bestritten werden, müssen wir als Irrwege öffentlich machen, selbst wenn viel Geld und Manpower darin gesteckt wir, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen – nur weil es für Gaslobbyisten praktisch ist, wenn sie ihre alten Gasleitungen noch für Wasserstoff brauchen können und Jahr für Jahr mehr Gas verkaufen können, einfach weil es mit dem grünen Wasserstoff so schnell nichts wird. Und was soll das mit Jesus zu tun haben? Jesus hat uns vorgelebt, auch unter Bedrohung und Einschüchterung an der Wahrheit festzuhalten – noch als gefolterter Gefangener vor dem römischnen Präfekten Pilatus.

Und er hat gezeigt, wie man eine Gemeinschaft gründet, die solidarisch zusammenhält und die miteinander teilt. Was kann man nicht alles teilen!? Das Auto, den Raum in der überhitzen Innenstadt, indem ich nicht ins Auto steige, die Zeit, die Menschen für unbezahlte Arbeit gemeinsam auf dem Acker der Solawi verbringen, um gesunde Lebensmittel ernten zu können und zugleich eine Vielfalt von Pflanzen und Tieren auf dem Acker gedeihen und leben zu lassen. Wenn wir uns beim Kampf um den Erhalt eines halbwegs gedeihlichen Klimas von Jesus inspierieren lassen und der Kraft seiner Liebe trauen und andererseits das boshafte Tun der Lobbyist*innen anklagen und die Widersinnigkeit ihrer Aktiviäten offenlegen, wird weit mehr möglich sein, als wir uns in unserer Ängstlichkeit bislang haben träumen lassen.